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01 juillet 2007

Texte de Simone Molina - D

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DREI   WORTE

drei worte. ja, drei worte, zwei kurz, ein anderes länger, drei worte, die auf der seite tanzen sollten. und die starr bleiben,

wie zinnsoldaten. zu eurer bewachung. was bewachen sie, und wie, wie sie anblicken, damit sie zu tanzen beginnen, also, zu leben. sie anblicken. dann, sie anhören. erst einzeln, dann zusammen.

Linie, platz, Prozess.

….plAtz

… liNie……..

Grossbuchstaben,

oder kleinbuchstaben, worte vermischt, durcheinander, versetzt, gedrängt.

hier sind sie, die klingen und schließlich erschallen. die horizont- linie, oder die der partitur, die festung

oder auch: der todessitz. aber Prozess…  … der nässt, pfeift, seinen schweiß ausschwitzt, der sowohl sex als auch gesetz enthält. der euch vom kinn heruntertropft wie eine zu reife oder zu sehr gequetschte frucht.

der euch nach vorn wirft, oder euch zwingt, langsamer zu werden, langsamer, damit die zeit ihr werk tut

um sich noch einen tag, eine woche, ein jahr zu gedulden. neun monate manchmal.

Prozess der heranreifen bedeutet und das unerbittliche der tage und der nächte, und des herzschlags,

und der füße, und der ganz kleinen arme mit noch geschlossenen fingern an den handflächen,

Was bedeutet träumerei, und die töne darinnen, töne von drinnen, hohl und von draußen, abgehackt, gedämpft,

stimmenklang eines liebeslieds morgenlieds oder klagelieds, und tiefe töne die vorTragen, widerlegen, entgegenStellen, Polemisieren. und der horizont wird weiter: der der erreichten träume der schwärmerischen erwartungen des weißglühens, der geheimen lüste in der mitte der tage.  dort drüben, an der bar. sieht man ihn auf die Ellenbogen gestützt, man dreht den kopf weg. kurz vor dem kuss, wendet man den kopf weg. man flieht. der bauch wird runder. man flieht man streift die horizontlinie. man flieht er steigt die treppe hinab. man denkt voraus starr, hier. an dem platz, hier, übervoll von unruhigen ausflüchten, ängstlichen ausbrüchen, besitzergreifung die man zurückweist. drei worte, ja, drei worte, zwei kurz, ein anderes länger, lang die zeit, um bis zum ende des kusses zu warten,

oder dass er sich entfernt, und euch nachsinnen lässt über den bauch der runder wird, über dem warmen platz da drinnen, über die mulde, die bald, wenn die Schnur durchschnitten, die bald da drinnen sowohl die leere als auch die narbe tiefer macht, und die welt weitab vom traum.

lInie-pLatz-PRozEss

lInie-pLatz-PROZESs…

linIE-PlAtz-PRozESs

langsam steigt er die treppe hinab, er dreht sich kaum, um, hört, kaum, den angehaltenen atem, das stöhnen

tränen der bitternis, der unterdrückte seufzer nahe der übelkeit,

zurückgehalten, das verbotene schluchzen, er dreht sich kaum um.

Sie, sieht ihn an, sie, starrt auf ihren runden bauch die süße darinnen, das wogen das die partituren dämpft

natternköpfe, aufregungen grundlos ausgelöst.

er dreht sich kaum um, hört kaum, aber bemerkt den schauer und dann die beruhigung

nun überschreitet er eine schwelle eine weitere schwelle, und wendet sich wendet sich zu ihr, zu ihr, zu dem anderen auch in dem bauch, der runder wird

„vergiss nicht, nein, vergiss nicht, du gehörst mir, ihr gehört ganz mir!„

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