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09 août 2013

Bonjour

 

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Bonjour,

Dans ce blog je vais essayer de vous présenter le plus clairement et agréablement possible les livres d’artistes muraux que je réalise dans le cadre des éditions l’Indicepensable.

Vous pouvez voir un certain nombre de photos : celles des préparatifs, de l’inauguration qui a eu lieu en Novembre 2006, des photos des œuvres visuelles conçues pour les 4 livres et vous pouvez lire les textes commandés aux 2 écrivains choisis pour le projet, ainsi que les traductions en Anglais, Allemand et Norvégien de ces textes.

Vous pouvez en cliquant sur le mot « musique » écouter 2 extraits de la musique créée par Pascal Depoorter pour les livres. Ce jeune musicien sait jouer des sons naturels qu’il mixe à des phrases musicales, phrases  qu’il joue sur des instruments fabriqués par lui, les rythmes électroniques trahissent son goût pour le trip-hop et l’électro…entre autre.

Anne Vanier-d.

02 janvier 2008

Liste des intervenants

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Anne Vanier-d. Conception des ouvrages et assemblage, contacts, recherche des matériaux, des financements, mise en page des textes et coordination du projet.

https://www.facebook.com/annevanierd?ref=bookmarks

 

Auteurs et artistes intervenants 

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(la liste des œuvres de chacun est  non exhaustive )

Jean  Verdetti - http://laboutique.edpsciences.fr/auteur/269/Jean%20Verdetti

Simone Molina  - http://levurelitteraire.com/simone-molina-4/

Gilles  Moraton - https://www.facebook.com/inventaire.dumonde?fref=ts

Fabien Boitard – https://www.facebook.com/fabien.boitard?fref=ts

Elisabeth  Keh - http://elisabeth-keh-chalas.midiblogs.com/

Paolo Bianchi – (1986-2010) Photographe italien (Sicile).

Jeanne  Gérard  – http://jeannegerard.fr/

Myriam  Peignon – http://www.ceramiste-myriampeignon.com/

Maud   Swalot – https://www.facebook.com/maud.swalotrateau

 

Musique : Pascal Depoorter

Ferronneries : Florent Simon

Plexiglas : Loïc Lizy

Photographies : Delphine Joseph.

08 octobre 2007

Préface en Allemand de Régine Detambel/ déclinaisons des 4 riBosome

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 Von Régine Detambel

Alle suchen die berühmte Nord-West-Passage, die den Weg zwischen dem Kontinent der Wissenschaft und dem der Kunst öffnet. Man steht wie vor einem erbarmungslosen Bauwerk aus Platten, als teile ein wirklicher Riss die Territorien. Zerstückelt die Mehrheit der Musen weiter die menschliche Schöpfung? Statt dessen sollten wir dringend nach Pangäa zurück, in die geeinte, zusammengeschlossene Welt vor der Trennung der Kontinente.

Dies soll nicht bedeuten, dass der Künstler der Erde den Rücken kehrt, noch dass er sich von der menschlichen Sache als Kunstmaterie abwenden soll. Es gibt auch keinen Bedarf an futuristischen Erzählungen, noch an spezieller formeller Virtuosität. Stellen wir uns eine ganz banale Erzählung vor, nur dass alle, oder fast alle Worte, Substantive, Verben, sogar Adjektive neue Wörter sind, hervorgegangen aus den neuen Biotechnologien. Das könnte die Dichtung  der Zukunft sein. Wenn die Ribosomen, diese kleinen Dinger aus Zucker, dazu fähig sind, mehr als 50 Proteine in ihre kodierte Sprache zu übersetzen – wie einst der Mensch vor Adam alle Sprachen vor Babel sprach – warum also nicht folgen? Erforschen wir diese neuen Räume von Transkriptionen wie fiktionale Territorien, Epen, etc. Auch wenn wir zunächst unsere alten sexuellen und psychologischen Skelette dorthin transportieren. Mit welchen Komödien, welchen Farcen könnte man die Ribosomen und die doppelte Proteinkette beleben? Diese Doppel - Helix brächte unseren Transzendenzmotor in Gang … Man kann, wie die Natur und der Weise, direkt in den Code hinein gehen.  Das Gedicht ist ein Labor, in dem Experimente sprachlicher Mutationen durchgeführt werden, in dem die zerschlagenen Fragmente der Sprache neu miteinander kombiniert werden. Wir brauchen lexikalische Mutanten. Man kann auch annehmen – was das Wahrscheinlichste ist – dass es eine regelmäßige organische Metamorphose der Wörter gibt. Lesen Sie  Ihre alten Wörterbücher…

 Maurice Dantec schlug vor, dem Roman eine Erfahrung zu geben, die genetische Praktiken imitiert. Die literarische Kunst, „wenn davon etwas übrig bleibt, solle sich der des Molekularbiochemikers annähern. Sie dekodiert und setzt die notwendigen Gene wieder zu einer Schöpfung des Frankenstein zusammen. Anders gesagt: wir sollten die Literatur und die Welt auf den Seziertisch bringen, in den Tunnel unseres Artikelbeschleunigers, und ohne Zögern forschen, angefangen mit der aufmerksamen Beobachtung des so entstandenen Schadens. 1)“ Damit eine Form lebt, muß sie sich überwinden! Dantec vergleicht oft den genetischen Code mit einem Roman („Roman unseres biologischen Lebens, zusammengesetzt aus drei Milliarden Zeichen, mit einem Alphabet aus vier Buchstaben, in ungefähr hunderttausend Absätzen oder Kapiteln, jedes ein Gen, das die Geschichte eines Proteins kodiert, das nötig für diese oder jene Funktion ist, in diesem oder jenem Organ 2)“. )  

Von nun an kann ein fiktionales Werk die Anwendung auf die erste Erzählung einer Mutation sein, deren Konsequenzen im zweiten Teil zu lesen wären. Das Buch würde sich so doppeln „in einem Verhältnis der umgekehrten Übertragung 3)“. François Jacob unterstreicht die Grenzen dieser Annäherung Text/Gen: „Die berühmte vererbte Nachricht, die von einer Generation an die nächste weiter gegeben wird, wurde niemals geschrieben 4)“. Es ist sicher aus dem  Versuch heraus, Jacob zu widersprechen, dass der brasilianische plastische Künstler Eduardo Kac Biotechniken anwendet, um mit künstlerischer Zielsetzung einen lebenden Text zu schreiben.  Kac schlägt vor, Biotechnologien und lebende Organismen in der Dichtung wie ein neues Gebiet verbaler Schöpfung zu verwenden. In seinem Manifest von 2003, Biopoetry, plant er eine „Skriptogenese“, das heißt eine „transgenetische Poesie“ , die daraus besteht, menschliche Aussagen in einen vierstelligen Kode zu übertragen, ähnlich dem der Gene, die Moleküle der entsprechenden DNA zu synthetisieren, diese in das Genom lebender Kreaturen einzubinden und die Variationen im Verlauf der Generationen zu erforschen „durch Mutation, Verlust oder natürlichen Austausch der DNA“, um dann den dem „Transpoem“ entsprechenden Abschnitt in die menschliche Sprache zurück zu übersetzen 5)“. In Genesis, (1999) war ein Bibelvers das Objekt dieser Übersetzung. Er wurde in die DNA einer Bakterie integriert, die anschließend unter Bedingungen kultiviert wurde, die die Mutationen begünstigten.  Dies geschah in der Weise, dass das heilige Wort, ungeschützt durch dieses Archivieren des Fleisches, Modifikationen erfahren hat, die es dem Dichter erlaubten, die Bakterien wie Co - Verkünder des Werkes zu präsentieren. Wer spricht?

Bereits Apollinaire forderte eine mögliche Poetik des Lebenden. Barthes studierte die Biologie des Stils. Es ist demnach schon Ribosom im Stil eines Dichters. Die Stimme erhebt sich, wird ausgearbeitet, an der Grenze des Fleisches und der Welt, und der Stil ist niemals nur Metapher, d.h. Gleichung zwischen der literarischen Absicht und der fleischlichen Struktur des Autors. Stil ist schon Bio – Kunst, Kunst in vivo.  Jede Dichtung ist bereits Bio – Dichtung! Man hat nicht auf den Genetiker gewartet, um Dichter der kommenden Arten zu werden, aber man verlangt sicherlich von ihm, nicht nur die Ethik, sondern auch die Ästhetik der Welt, deren Autor er sein wird, zu berücksichtigen. Es handelt sich dennoch nicht ausschließlich um ein moralisches Problem. Was hier auf dem Spiel steht, ist zuerst und vor allem die Macht der Literatur, der Kunst. Man sollte versuchen, die Reinheit dieses Feldes gegenüber der wachsenden Konfusion zwischen Kunst und Wissenschaft zu erhalten (Wissenschaft als bloße  Erfahrung …), die die Verarbeitung  der Sprache (oder des Materials, des Lichtes für den plastischen Künstler) durch das Alibi des Fortschritts ersetzt.

Es reicht nicht aus, ein Buch mit einem Ribosom zu schreiben. Das ist keine Literatur wert. Es reduziert vielmehr, mit einer einzigen Geste, den Text und das Leben von dem es sich genährt hat. Das Reelle reicht nicht aus, Literatur zu machen, nicht mehr als das Eingeständnis ein Werk, oder die Aufrichtigkeit einen Autoren, oder die Hormone eine Liebe. Weiter also:  den Abstand aushöhlen, den Riß nähren, da dieser Exzeß, in dem das Subjekt verschwindet (das Thema wie das Ich) den einzigen Raum öffnet, in dem  Kunst noch stattfinden kann.                                                                

 Traductrice : Kerstin Teixido

 

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